Mittwoch, 27. März 2019

Mehr als 60 Kräfte der Feuerwehr Grefrath bewiesen bei der Großübung, wie gut die vier Löschzüge sich unterstützen.

In einer Scheune des Riemenhofes in Oedt sind an einem Traktor Schweißarbeiten erforderlich geworden. Daraus entwickelt sich ein Großbrand. Vier Menschen eingeschlossen, ohnmächtig oder verletzt. Das Feuer droht auf angrenzende Dächer über zu greifen. Neun Pferde und Ponys müssen in Sicherheit gebracht werden. Ein Schreckensszenario, wenn ein solcher Alarm die Feuerwehr erreichen würde. Am Freitagabend war es eine Kraftanstrengung unter realen Bedingungen.

Wehrführung mit Übung in Oedt zufrieden

 

Die Großübung führte mehr als 60 Wehrmänner und einige -frauen aus den Löschzügen Oedt und Grefrath mit den Kameraden der Löschgruppen aus Vinkrath und Mülhausen zusammen.

Wehrführer Funken war mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden

Das Fazit nach der zweistündigen Übung der Grefrather Gesamt-Wehr von Wehrführer Hans-Konrad Funken lautete: „Ich bin mit der Zusammenarbeit der einzelnen Löschzüge und -gruppen sehr zufrieden.“

Gegen 20.15 Uhr hatte der erste Wagen der Oedter-Mülhausener Wehr mit Maschinist Thomas Reinke, den Meldern und den Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupps die Einsatzstelle erreicht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung – die Nebelmaschine hatte hier ganze Arbeit geleistet – orderte der Einsatzleiter, Brand-Inspektor Albert Mertens, außerdem die Kameraden des Löschzuges Grefrath mit der Löschgruppe Vinkrath herbei. Insgesamt standen an dem Abend 13 Fahrzeuge rund um den Riemenhof.

Für die Crew aus Oedt-Mülhausen war die Menschenrettung, also die Bergung der Verletzten, die wichtigste Aufgabe. Mit schwerem Gerät wagten sich einzelne Trupps in die „Räucherkammer“, holten den  „verletzten“ Jugend-Feuerwehrmann Justin Kühnen (16) und einige Puppen aus der Scheune. Vier der Feuerwehrkameraden, Axel Thoenes, Bernd Hüttmann, Max Plohmann und Lukas Laschet, hatten erst kürzlich einen Atemschutz-Grundlehrgang absolviert.

Pferde und Ponys aus den Stallungen in Sicherheit gebracht

Zuvor waren bereits einige Pferde und Ponys, die dort in den Stallungen standen, in Sicherheit und auf die Weide gebracht worden, darunter Mara und Dschango. Wegen der scheuen Tiere hatte die herankommende Feuerwehr sogar auf das Sirenengeheul aus den Fahrzeugen verzichtet.

Aufgrund der Dunkelheit wurde auch aus der Höhe, so vom 27 Meter hohen Teleskop-Mast, das gesamte Gelände ausgeleuchtet. Für  Ausleuchtung und für Wasserversorgung waren in erster Linie die Feuerwehrleute aus Grefrath und Vinkrath zuständig.

Sie schafften es schließlich, eine so genannte „Riegelstellung“ auszubauen, also das Übergreifen des Feuers auf die Wohn- und Nebengebäude zu verhindern.

Einzelne Löschfahrzeuge führten zwar Wassertanks (zwischen 1600 und 2500 Litern) mit, diese reichten aber nicht aus. Hydranten gab es in dem Außenbereich natürlich nicht. Etwa 400 Meter von der Brandstelle entfernt war ein Löschbrunnen. Einer von etwa einem Dutzend, die es in allen Grefrather Außenbezirken gibt. Von einem Mehrzweckfahrzeug wurden ruckzuck die Schläuche abgerollt, so dass dann das notwendige Löschwasser fließen konnte.

Die vier Löschzugführer lobten den Ablauf der Übung

Zufrieden über den Ablauf waren neben den Löschzugführern Albert Mertens (Oedt), Matthias Hoersen (Grefrath) auch Josef Schoenmakers (Vinkrath) und Michael Heyer (Mülhausen).

Hinterher hatten sich die Mitwirkenden das Gegrillte am Oedter Gerätehaus redlich verdient. Pressesprecher Edmund Laschet nutzte noch in Anwesenheit der Pressevertreter die Gelegenheit, um für neue Feuerwehrleute und den Nachwuchs zu werben.

Quelle: WZ

Foto: Friedhelm Reimann

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