Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Grefrath

Grefrath ist bei jedem Einsatz dabei

Der Grefrather Löschzug vor seinem Gerätehaus: Die Wehr ist bestens ausgerüstet und personell gut aufgestellt. Nachwuchs ist jedoch ständig willkommen.

FOTO: Wolfgang Kaiser

Der Löschzug Grefrath ist der personenstärkste in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde. 41 Wehrleute sind im Einsatz. Die Tagesverfügbarkeit ist gut, weil viele der Aktiven im Ort arbeiten. Von Bianca Treffer

Wenn es um eine Patientenrettung geht, muss das Fahrzeug TM 27 vom Löschzug Grefrath der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde oft zusammen mit dem Rettungsdienst ausrücken und das nicht nur auf Grefrather Gebiet. TM steht für Teleskopmast, und damit ist das Fahrzeug ein ganz besonderes. Es verfügt über einen 27 Meter langen Gelenkmast und kann auf engsten Raum arbeiten, da es sich innerhalb der Fahrzeugkontur abstützt. Während die Drehleiter rechts und links Platz für das Ausfahren ihrer hydraulischen Stützen Raum benötigt, kann der TM 27 darauf verzichten, selbst wenn der Mast voll ausgefahren ist. "Das Fahrzeug ist ein absolutes Unikat. Die Hersteller haben es mit uns zusammen entwickelt. Es sollte in Serie gehen, aber durch eine Trennung der Hersteller kam es nie dazu. Wir besitzen das einzige Fahrzeug dieser Art", berichtet Erik Ix, der den Löschzug Grefrath zusammen mit seinem Bruder Hans-Josef Ix führt.

 

Eine Krankentragenlagerung für den Rettungskorb ermöglicht es, schwer verletzte Patienten aus oberen Etagen herauszuholen, ohne dass sie vom Rettungspersonal durch ein Treppenhaus getragen werden müssen. Zum TM 27 kommen fünf weitere Fahrzeuge, die der Löschzug sein eigen nennt. Im Gerätehaus am Rathausplatz stehen außerdem das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20-1 und das HFL 20-2, die beide für die technische Hilfeleistung und das Löschen ausgerüstet sind, sowie der Einsatzleitwagen ELW 1 und das Mehrzweckfahrzeug (MZF).

Letzteres verfügt über ein Fahrgestell mit Ladebordwand und Plane. "Wir haben im Gerätehaus ein Hochregallager, in dem sich Rollcontainer mit den unterschiedlichsten Materialien befinden. Entsprechend des Einsatzes können wir das MZF schnell beladen und sind einsatzfähig", erläutert Erik Ix.

Ein Oldtimer gehört ebenfalls zum Fuhrpark, der entsprechend seines Alters aber in Rente ist. 61 Jahre hat das LF 16 auf dem Buckel. Das Löschfahrzeug trägt die Seriennummer eins und war seinerzeit das erste Feuerwehrfahrzeug mit Frontlenker. Die Feuerwehr in Grefrath hat noch eine viel längere Geschichte. Sie gibt es seit nunmehr 135 Jahren.

Vor dem Hintergrund, dass der Löschzug Grefrath die größte Einheit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde bildet, ist nicht nur die Atemschutzwerkstatt größer, sondern am Rathausplatz ist auch der hauptberufliche Gerätewart beheimatet. Er wohnt direkt über der Gerätehalle.

Insgesamt zählt der Löschzug 41 aktive Wehrleute, darunter auch drei Frauen. "Wir sind gut aufgestellt, freuen uns aber immer über Nachwuchs", betont Erik Ix. Dank der guten personellen Aufstellung und der Tatsache, dass etliche der ehrenamtlichen Wehrmitglieder in Grefrath arbeiten, ist die Tagesverfügbarkeit entsprechend gut. "Wir haben allein drei Kollegen vom Bauhof, acht bei den Gemeindewerken und zwei im Eisstadion. Dazu zählen auch Kollegen aus Löschzügen der Umgebung, die aber in Grefrath arbeiten und bei einem Einsatz entsprechend mitfahren", erläutert der Oberbrandinspektor.

In gesamten Gemeindegebiet wird über Tag mit der Zweizugalarmierung gearbeitet. Das heißt, egal, wo etwas passiert, der Löschzug Grefrath wird immer mitalarmiert. So ist garantiert, dass eine entsprechende Anzahl von Wehrleuten die benötigte Hilfe leisten kann.

Alle zwei Wochen freitags, 19.30 Uhr, treffen sich die Grefrather Wehrleute zu einem Übungsabend. An der Feuerwehr interessierte Grefrather können jederzeit einmal vorbeischauen, ob das Ehrenamt Feuerwehr nicht auch etwas für sie wäre.

Quelle: RP