Vorneweg war die Löschgruppe auch vor einigen Jahren. Sie war nämlich die erste innerhalb der Gesamtwehr Grefrath, die eine Feuerwehrfrau im Team hatte. "Wir hatten zwischendurch sogar zwei Frauen, aber eine ist durch Umzug weggefallen", sagt der stellvertretende Löschzugführer Thomas Horntasch. Mit erwähnter Frau zählt die Löschgruppe aktuell 21 aktive Wehrleute, dazu kommen zehn Feuerwehrleute in der Ehrenabteilung. Damit sind die Vinkrather generell gut aufgestellt, aber sie würden ihre Löschgruppe trotzdem gerne vergrößern. Eine Größe von 25 Wehrleuten ist angestrebt. In Sachen Tagesverfügbarkeit sieht es bei der Löschgruppe Vinkrath gut aus. "Wir haben den Vorteil, dass in unserer Gruppe viele Landwirte und Gärtner anzutreffen sind und in Vinkrath arbeiten", informiert Schoenmackers. Wenn der Löschzug Grefrath alarmiert wird, rücken die Vinkrather immer mit aus, um Brände zu bekämpfen oder technische Hilfeleistung zu geben. Es gab aber auch schon kurioses. Mit Lachen erinnert sich Horntasch an einen sogenannten stillen Einsatz, bei dem der Löschzug Vinkrath von der Kreisleitstelle alarmiert wurde. "Jemand hatte eine festgefrorene Ente auf einem Gewässer in der Nähe von Tonis Bauerncafé gemeldet. Die Löschgruppe ist hin und ich bin, entsprechend gesichert, im Trockentauchanzug in das Wasser gegangen", erinnert sich der Hauptbrandmeister. Als er fast an der Ente angelangt war, die er mit einem Beil aus dem Eis befreien wollte, flog das Tier auf. Angefroren war da nichts.

Aber schließlich gehört auch Tierrettung zu den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr, und die Ente war als festgefrorenen gemeldet worden. Die Wehrleute nahmen den Einsatz mit Humor. Überhaupt ist die Kameradschaft unter den Vinkrather sehr ausgeprägt. Man kennt sich untereinander und feiert unter anderem die Geburtstage zusammen. Gemeinsam haben die Wehrleute auch Hand an ihrem Gerätehaus angelegt und es zu dem funktionalen Schmuckstück gemacht, das es heute ist. Hier sind nicht nur das Löschfahrzeug und der Mannschaftswagen zuhause, sondern alle Wehrleute fühlen sich am Standort wohl.

Die Vinkrather sind eine junge Wehr. 1921 ging es mit 14 Männern los und das mit einer älteren Handspritze in einer Garage auf dem Hof der alten Schule, die als Gerätehaus diente. 1948 kam ein erster offener Mannschaftswagen, den die Grefrather an die Vinkrather Kollegen abtraten. Sechs Jahre später zog das erste neue Löschfahrzeug ein, dem 1966 ein Tragkraftspritzenfahrzeug folgte. Dieses stand beim damaligen Wehrführer, da die alte Schule mittlerweile abgerissen worden war. Weil in Vinkrath keine geeignete Garage vorhanden war, deponierte die Löschgruppe das 1980 neu angeschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug zunächst im Grefrather Gerätehaus. An der Dorfstraße bauten die Wehrleute in Eigenleistung dann ihr eigenes Gerätehaus, dem später ein weiterer Anbau folgte. Erst vor drei Jahren kam es zur Vergrößerung, bei dem das heutige Gerätehaus mit Schulungsraum, Küche, Umkleiden und Sanitäranlagen entstand. Alle 14 Tage und zwar immer freitags ab 19.30 Uhr ist im Gerätehaus Übungsabend angesagt, bei dem auch Interessierte die Löschgruppe kennenlernen können.

Frauen und Männer ab 18 Jahren, die sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Löschgruppe Vinkrath der Freiwilligen Feuerwehr interessieren können per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen.

Quelle: RP

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